Lymphdrainage

Was versteht man unter Lymphdrainage

Unter manueller Lymphdrainage verstehen wir manuelles abdrainieren (Ab-und Weiterführung) der Gewebsflüssigkeit über Lymphgefässe.
Das Prinzip beruht im Gegensatz zur herkömmlichen Massage auf einer bestimmten Grifftechnik. Hierbei handelt es sich um rhythmisch- kreisende- pumpende Griffe, die durch flaches auflegen der Finger bzw. Hände mit fein dosiertem Druck nach einer festgelegten Reihenfolge ausgeführt werden.

Zur Unterstützung der Lymphdrainage und zur Vermeidung erneuter Ödembildung des Gewebes wird in der Mehrheit der Krankheitsfälle nach der Behandlung noch eine Bandage oder ein Kompressionsstrumpf angelegt.

Indikationen:

  • Lymphödeme
  • Phlebödeme
  • traumatische Ödeme
  • Morbus Sudeck, aktuell Complex Regional Pain Syndrom genannt
  • artifizielle (künstlich entstanden) u. ischämische Ödeme
  • rheumatische Ödeme
  • chronisch entzündliche Ödeme
  • Sklerodermie
  • Inaktivitätsödeme (bei Lähmungen)
  • Lipödeme und idiopatische Ödeme
  • OP Eingriffe mit Lymphknotenresektion

 

Das Lymphtape

Nach der Idee von Dr. Kenzo Kase verbreitet sich seit ca. 15 Jahren eine völlig neue Methode des Tapings in Deutschland. Verwendet wird dabei ein farbiges und sehr elastisches Material.
Durch gleichmäßiges anlegen auf der Haut werden im Gewebe ähnliche Prozesse aktiviert wie bei der manuellen Lymphdrainage.
Deshalb stellt diese Tapingtechnik eine optimale Ergänzung der manuellen Lymphdrainage in der Praxis dar.
Die Wirkung erklärt sich einerseits durch den sensomotorischen Effekt, andererseits durch die deutliche Verbesserung der Durchblutung und Lymphmotorik durch die speziellen Eigenschaften des elastischen Materials.
Auch der Heilungsverlauf von Narben kann sehr positiv beeinflusst werden.